🜂 Die Gemeinschaft der Freyen
„Wo keiner über dem andern steht, da wächst das Maß des Friedens.“
⚖️ Stellung der Frau
In der Freyen Mark stand die Frau nicht unter dem Mann, sondern neben ihm.
Sie war Mitherrin des Hofes, Trägerin der Ordnung und Wächterin des Herdes.
In Rat und Beschluss galt ihr Wort gleich dem des Mannes, denn beide waren Eid-Gefährten im Schwur der Mark.
War der Mann fern, führte sie den Hof in voller Kraft.
Sie konnte Zeichen setzen, Siegel tragen und bei Ratssitzungen als Zeugin der Wahrheit stehen.
🌿 Ordnung der Gemeinschaft
Die Freyen hielten Treue nicht im Zwang, sondern im Herzen.
Alt und Jung, Mann und Frau, gesund und schwach – jeder hatte seinen Platz und Sinn.
- 🜄 Alte wurden bewahrt, nicht versorgt – sie galten als Rat und Gedächtnis der Mark.
- 🜄 Kranke und Verwundete pflegte man im Hauskreis; den Schwachen zu hüten war Ehrensache.
- 🜄 Witwen und Waisen standen unter dem Schutz der Mark; ihre Äcker bestellte die Gemeinschaft.
- 🜄 Jeder Mensch, ob stark oder schwach, galt als Teil des Kreislaufs des Lebens.
🜅 Rechte und Pflichten
Die Ordnung der Freyen ruhte auf Gleichmaß und Verantwortung.
Kein Herr, kein Knecht – nur Menschen im Dienste des Ganzen.
Wer mehr Land besaß, trug mehr Pflicht; wer weniger hatte, durfte auf Hilfe bauen.
So blieb das Gleichgewicht gewahrt, wie im Körper, dessen Glieder einander dienen.
„Aus Hand und Herz geformt ward das Recht der Freyen – nicht aus Pergament.“
