đż Leben und Gemeinschaft der Freyen
âSie lebten nicht ĂŒber-, nicht untereinander â sondern im Einklang des Kreises.â
đ Die Stellung der Frau:
In der Freyen Mark galt die Frau nicht als Besitz, sondern als HĂŒterin des Hauses und des Herdes.
Sie verwaltete Ernte und Vorrat, war bei BeschlĂŒssen gegenwĂ€rtig und trug das Wort,
wenn es um das Wohl der Familie oder der Gemeinschaft ging.
In Streitfragen galt ihre Stimme oft als ausgleichend â âdas Wort der Lindeâ, sagten sie.
đ Familie und Generation:
Kinder wurden als Glieder des Hauses, nicht als Eigentum gesehen.
GroĂeltern blieben Teil des Hofes bis zum letzten Atemzug,
und ihre Erfahrung galt als Rat, nicht als Last.
Jeder Mensch, ob jung oder alt, hatte seinen Platz im Kreis â niemand wurde ausgeschlossen.
đ Umgang mit Krankheit und SchwĂ€che:
In den HĂ€usern gab es Heilkundige â meist Frauen, KrĂ€uterweiber genannt,
die aus Erfahrung und Naturkraft Heilung suchten.
Krankheit galt nicht als Schuld, sondern als Ruf zur Einkehr.
Man trug einander, bis Genesung oder das Ende kam, ohne Scheu vor Tod oder SchwÀche.
đ Arbeit und Feier:
Arbeit war Ehre â kein Zwang, sondern Teil des Kreislaufs.
Feste wurden gemeinsam begangen, mit Brot, Tanz und Gesang.
An diesen Tagen galt kein Rang: der PflĂŒger tanzte mit der Weberin,
der Alte sang mit dem Kind â denn der Kreis war ganz.
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Glaube und Geist:
Ihr Glaube war kein Dogma, sondern ein Wissen um das GroĂe im Kleinen.
Sonne, Regen, Acker und Atem galten als heilige Gaben.
âIn allem wirkt der Geistâ, sagten sie â und meinten damit die Kraft,
die alles verbindet und in jedem wohnt.
âSo stand ihre Freiheit auf keinem Thron, sondern auf Erde, Brot und Wahrheit.â
