Sprache und Schreibweisen der Freyen
Die Sprache der Freybauern war schlicht, klar und zugleich reich an Sinnbildern.
Sie verband altes Wissen, natürliche Ordnung und direkte Ausdruckskraft.
Viele Begriffe und Schreibweisen sind eng mit der Lebensweise der Freyen Mark verknüpft.
Grundzüge der Sprache
Die Freyen bevorzugten einfache, klare Worte. Lange Umschreibungen und höfische
Sprachformen waren unüblich. Stattdessen stand das Wesentliche im Mittelpunkt:
- Klare Begriffe statt künstlicher Fremdworte
- Alte Stammworte aus dem deutsch-germanischen Raum
- Präzise Bedeutungen, die an Natur und Ordnung angelehnt sind
- Feste Bezeichnungen für Stand, Herkunft und Sippe
Typische Wörter der Freyen
Einige Begriffe waren für die Freyen besonders bedeutungsvoll:
- Freye – Menschen, die eigenständig handeln und keiner Herrschaft unterstehen
- Sippe – Gemeinschaft, die durch Blut, Bund oder Berufung verbunden ist
- Mark – das Gebiet, die Grenze oder der Schutzraum der Freyen
- Ordnung – das naturgegebene Gefüge von Rechten und Pflichten
- Urkunde – schriftliche Bestätigung des freien Standes
Runen und alte Zeichen
In frühen Zeiten nutzten die Freyen Runen zur Markierung wichtiger Dinge,
zur Kennzeichnung der Sippe oder für einfache Botschaften.
Diese Zeichen wurden oft eingeritzt, gestickt oder geschmiedet.
Einige Runen, die bei den Freyen besonders verbreitet waren:
- ᚠ (Fehu) – Besitz, Wohlstand, Vieh
- ᚨ (Ansuz) – Ordnung, Wort, Weisheit
- ᛟ (Othala) – Erbe, Heimat, Sippe
- ᚱ (Raido) – Weg, Reise, Entscheidung
Besondere Schreibweisen
Die Freyen schrieben manche Wörter bewusst alt oder in ihrer ursprünglichen Form.
Dies diente nicht nur der Tradition, sondern sollte auch die Bedeutung hervorheben.
Beispiele:
- Freye statt „freie“
- Freybauern statt „Freibauern“
- Ordnung der Freyen Menschen als feststehender Begriff
- Mark als Landesbegriff, nicht als „Grenzlinie“
Sprache als Identität
Die Sprache der Freyen war ein Spiegel ihres Lebensgefühls:
klar, verbindlich, frei und ohne unnötige Verschleierung.
Wer sprach wie ein Freyer, zeigte damit auch seine innere Haltung.
