Das Erbe der Freybauern

Herkunft, Verantwortung und die unveräußerliche Linie — von den ersten Freyen bis zu den heute Berufenen.

Symbolbild: Erbe der Freybauern — Linie, Erde und Verantwortung

Einleitung

Das Erbe der Freybauern ist mehr als Tradition: Es ist ein Kontinuum aus Leben, Recht und Verantwortung.
Seit den ersten Menschen, die ihr Land selbst bestellten und über ihr Leben entschieden, wurde diese Linie bewahrt —
in Blut, in Geist und durch bewusst gelebte Praxis. Dieses Erbe begründet unsere Ordnung, unser Bekenntnis und unsere Pflicht.

Der erste Freybauer (Anker)

Symbolisch steht der „erste Freybauer“ für jenen Menschen, der auf eigenem Grund in eigener Arbeit und in eigenem Recht lebte.
Seine Entscheidung, nicht Dienender eines Herrn zu sein, formte die ursprüngliche Ordnung — aus dieser Wurzel wuchs das Freybauernrecht.
Ob wir ihn namentlich kennen oder nicht: seine Tat ist die Urzelle unseres Erbes.

Die Blutlinie als Fundament

Historisch plausibel und kulturell bedeutsam: Es existieren über Generationen verknüpfte Familien, die als Träger freier Rechte anerkannt waren.
Diese Blutlinie bildet den unumstößlichen Kern des Erbes. Sie ist das historische Fundament — die Wurzel, auf der Gemeinschaft und Recht erwachsen.
Solange ihre Kontinuität nicht eindeutig widerlegt ist, bleibt sie Grundlage unserer Ordnung.

Die Erben — Geist und Pflicht

Erbe heißt hier: nicht bloß empfangen, sondern tragen. Die Erben der Freybauern sind jene, die:

  • Eigenständigkeit im Denken und Handeln bewahren
  • den Boden und die freie Arbeit achten und schützen
  • nur Ordnungen anerkennen, die dem Menschenrecht nicht widersprechen
  • die Lebensweise pflegen, die Fremdbestimmung ablehnt

Berufung & Gleichstellung

Neben der Blutlinie besteht ein gleichberechtigter Zugang durch Berufung. Wer sich freiwillig beruft — durch Glauben, gelebte Praxis und öffentliches Bekenntnis — wird in dieselbe Linie aufgenommen.
Blut und Berufung bilden gemeinsam ein einheitliches Ganzes: Ursprung und Eintritt. In der Gemeinschaft sind beide gleichgestellt — vor Gott, in der Ordnung und in der Wirklichkeit.

Bekenntnis – Erweiterte Fassung

„Ich erkenne die Linie der Freybauern an, wie sie sich seit den ersten Freyen bis zum heutigen Tag erhalten hat.
Aus dieser Linie erwächst das Erbe der Freiheit, der Verantwortung und der Ordnung.

Wer aus dieser Linie stammt, trägt das Erbe im Blut. Wer sich berufen fühlt, tritt durch Glauben, Lebensweise und Bekenntnis in dieselbe Linie ein.

Beide stehen gleich vor Gott, in der Ordnung und in der Gemeinschaft — vereint durch Ursprung oder Berufung, gestärkt durch den Willen, frey zu leben und anderen Freiheit zu gewähren.“

Praktische Hinweise für das Bekenntnis

Das Bekenntnis kann öffentlich oder privat ausgesprochen werden. Für die Webseite empfehlen wir einen klaren Ablauf:

  1. Studium des Textes und der Grundlagen (Seiten: Ursprung, Freybauern, Quellen).
  2. Persönliche Erklärung der Berufung (schriftlich oder mündlich).
  3. Unterzeichnung der Urkunde der Berufung (optional Vorlage in „Freybauern HEUTE“).
  4. Einführung in die Gemeinschaft (Mentor, Zeugnis, Aufnahmezeremonie).

Quellen & Hinweise

Weiterführende Materialien finden Sie im Quellen-Archiv. Zur historischen Verankerung siehe insbesondere:

  • Regesta Imperii / Erwähnungen zu Friesland und Barbarossa
  • Studien zur Lex Frisionum
  • Forschung zu Allodialbesitz und Markgenossenschaften

Erstellt: Museum der Freyen Mark — Das Erbe (Entwurf). Für Änderungen einfach Bescheid geben.